Vorsicht mit ausländischen Rezepten

9 08 2010

Nicht weil alles aus dem Ausland böse wäre, im Gegenteil. Aber die ANgaben in den Rezepten sind manchmal verwirrend und Fehler können das ganze leckere Gericht ruinieren.

So wäre es gerade fast meinem Hähnchen im Brotteig ergangen, das Jamie Oliver in einer seiner Sendungen präsentiert hat. Es sollte für zwei Stunden bei 250° in den Ofen. Ein perfektes Rezept für Holzkohle!

Bei diesem Rezept wurde die Fahrenheit Skala benutzt. Umgerechnet auf die Zahlen der heimischen Öfen sollte man den Flattermann also eher bei 120° brutzeln. Zum Glück fing die unter dem Hähnchen liegende Zeitung so schnell Feuer, dass ich noch anwesend war und den Fehler bemerken konnte.

Für alle, die ich jetzt neugierig gemacht habe, gibt es natürlich auch das Rezept. Und zwar hier:

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Hähnchen im Brotteig

9 08 2010

1 ganzes Hähnchen (ca. 2kg, falls es diese Größe nicht gibt, kann man es auch mit Filets füllen)
1 unbehandelte Zitrone
700g Mehl
1 Bund Salbei
1 Knoblauchzehe
schwarzer Pfeffer
Salz
Olivenöl

Die Zitrone etwa zehn Minuten kochen, dann mehrfach einstechen und in das Hähnchen stopfen. Den Salbei und die übrigen Gewürze in einem Mörser zerstoßen und mit dem Öl mischen. Das Hähnchen damit gründlich einreiben. Dann das Mehl mit etwas Wasser zu einem Brotteig verkneten. (Am besten fängt man mit einer Tasse Wasser an und gibt bei Bedarf etwas mehr dazu, bis die Konsistenz passt) Den Teig ausrollen und das Hähnchen darin einwickeln. Wer mag, kann noch einige Fenchelsamen in den Teig geben.

Das Hähnchenpaket kommt nun auf ein Backblech und wird bei 120°C etwa 2 Stunden gebraten. Jamie Oliver riet dazu mit einer Zeitung austretende Flüssigkeiten aufsaugen zu lassen. Dabei aber beachten: Druckerschwärze ist ungesund, also immer ein Stück Backpapier dazwischen legen!

Das Hähnchen soll ein wunderbares Picknickgericht sein. Es wird im geschlossenen Brotmantel transporteirt und erst nach dem servieren geöffnet. So wird auch die Zeit nach dem Backen noch zum Garen genutzt. Allerdings scheint die Eignung fürs Picknick darin zu liegen, dass man die Sauerei nicht auf dem Esszimmertisch haben möchte. Der Saft, den die Zeitung aufsaugen soll, tritt nämlich während des Backens nicht aus, sondern sammelt sich im Inneren des Teigmantels, der dadurch mehr nach Nudel als nach Brot schmeckt, und läuft nach dem Öffnen über den Tellerrand aus.





Würstchen Pfanne

20 07 2010

Zugegeben, auch zu diesem Rezept hat mich der Chefkoch inspiriert. Nichtsdestotrotz will ich das Ergebnis hier präsentieren.

7 Nürnberger Miniwürstchen
125g Champignons
150g Schupfnudeln
1 Paprika
Chilidip
1/2 Becher Sahne
1EL Tomatenmark

Die Miniwürstchen, die Paprika und die Pilze kleinschneiden. Zuerst die Würstchen in einer Pfanne anbraten, danach zuerst die Schupfnudeln dann Pilze und Paprika dazugeben und jeweils mit braten. das Ganze mit der Sahne ablöschen. Die Hitze reduzieren und mit dem Chilidip (Den es zum Beispiel für Tortillachips gibt) verfeinern. Zuletzt noch etwas Tomatenmak unterrühren und fertig ist die Würstchenpfanne.

Bei dem Chilidip darauf achten, dass es nicht zu scharf wird. Die Sahne mildert den Geschmack zwar etwas ab, aber höllisch scharfer Dip ist dennoch nicht für milde Zungen geeignet.





Spargel-Pfanne

18 05 2010

4 Stangen weißer Spargel
2 rotschalige Kartoffeln
3 Scheiben geräucherter Schinken
1 halbe Zwiebel
2 Tomaten
Salz, Pfeffer

Den Spargel schälen und in etwa zwei Zentimeter lange Stücke schneiden. Die Kartoffeln ebenfalls schälen und würfeln. Genauso mit Zwiebel und Tomaten verfahren.

Nun die Kartoffeln in etwas Öl in einer beschichteten Pfanne anbraten. Wenn die Kartoffeln gut gebräunt sind Zwiebeln Tomaten und Spargelstücke dazugeben kurz mit braten und dann mit einem kleinen Schluck Wasser ablöschen. Mit Salz und Pfeffer würzen und bei geschlossenem Deckel fünfzehn bis zwanzig Minuten dünsten (Prüfen ob Kartoffeln und Spargelstücke weich sind).  Zuletzt den in Stücke geschnittenen Schinken dazu geben und fertig.





Petition für besseren Geschmack

7 04 2010

In diesem Moment sammelt eine Petition Unterschriften für die gesetzliche Verpflichtung alle Geschmacksverstärker in industriell hergestellten Lebensmitteln auf der Verpackung anzugeben. Das ist eine sehr wichtige Petition, die dringend jede Unterschrift braucht, die sie kriegen kann.
Im Moment ist es so, dass Lebensmittelhersteller nur dann Geschmacksverstärker angeben müssen, wenn sie als Einzelzutat dem Produkt beigefügt wurden. Sobald sich der Stoff in einem Vorprodukt findet, muss er nicht mehr in der Zutatenliste stehen. Bei dem beliebtesten Geschmacksverstärker, dem Glutamat, kann mit dieser Regelung sehr viel Schindluder getrieben werden. Viele Tütensuppenhersteller geben nämlich nicht das weiße Pulver namens Glutamat hinzu, sondern lieber Hefeextrakte, die mit reichlich Glutamat gewürzt wurden. Auch unter den Namen Gewürzextrakt, Maltodextrin oder sogar Würze kann sich der Stoff verstecken. Alle bezeichnen gleichermaßen den Zusatzstoff E 621 oder auch Mononatriumglutamat, wie die korrekte Bezeichnung wäre.
Glutamat ist nicht für jeden ein Teufelszeug, denn durch seine geschmacksverstärkende Wirkung kann ein Lebensmittel mit weniger Salz zubereitet werden, was bei manchen Erkrankungen ja auch von Vorteil ist. Allerdings wirkt das Zeug auch appetitanregend, so dass wesentlich mehr gegessen wird, als nötig. In einem Land, in dem die Politik versucht die Leute zum Abnehmen zu bringen, eine eher unerwünschte Nebenwirkung. Bei Tieren dient Glutamat als Mastmittel, weil sie schneller ihr Schlachtgewicht erreichen, wenn der Appetit ständig angeregt wird.
Regelmäßiger Konsum von Glutamat kann auch bewirken, dass natürliche Speisen nicht mehr schmecken. Es scheint immer Gewürz zu fehlen, das dann vor allem in Fleischprodukten, dessen Geschmack das Glutamat vor allem imitiert, gesucht wird. Mit der Ernährung in unserer Gesellschaft läuft seit einigen Jahren vieles falsch. Eine Reduktion des Glutamatverbrauchs könnte der erste und wichtigste Schritt in die richtige Richtung sein. Die Petition zur korrekten Kennzeichnungspflicht wäre da ein guter Anfang.
Deshalb zeichnet alle mit!
Lasst euch von der Anmeldeprozedur der ePetitionen nicht abschrecken. Die dort angegebene Emailadresse ist bei mir auch nach Monaten noch Spamfrei und es gab auch sonst keine Nebenwirkungen.





Pfannenbrot

23 03 2010

Es ist Sonntagabend und das Brot ist alle?

KeinProblem mit dem Pfannenbrot. Solange noch genügend Brotbeläge zur Verfügung stehen gibt es keinen Grund auf ein leckeres Abendessen zu verzichten. Einfach eine halbe Tasse Mehl mit etwas Wasser zu einem zähen Knetteig verarbeiten und zu einem Fladen ausrollen. Dieser Fladen wird in der Pfanne von beiden Seiten gebraten und fertig ist ein Wrap, den man nach Herzenslust belegen und anstelle einer Scheibe Brot genießen kann.

Wer es körnig mag, kann dem Teig auch Haferflocken, Müsli oder andere Körner beifügen. Das Ausrollen wird dadurch etwas schwieriger, weil der Fladen nicht mehr ganz so dünn geraten kann.  Wenn mehrere Fladen gebacken werden, die fertigen warm halten, bis sie serviert werden, damit man sie auch noch aufrollen oder zumindest falten kann.





Spätzle mit Ingwer-Champignons in Kokosrahmsoße

5 03 2010

500g Spätzle (gekocht, Grundrezept hier)
400g Champignons
200g Speckwürfel
1 Zwiebel
5*5cm großes Stück Ingwer
400ml Kokosmilch
Pfeffer, Zucker, Erdnussöl

Pilze in Scheiben schneiden, die Zwiebel fein würfeln. Vom Ingwer etwa ein fünftel fein reiben, dabei den Saft auf die Pilze tropfen lassen, den Rest in sehr feine Würfel schneiden.

In einer beschichteten Pfanne etwas Erdnussöl erhitzen und darin die Speckwürfel anbraten. Nach und nach die Zwiebel, den Ingwer und die Pilze dazu geben. Sobald die Pilze etwas eingekocht sind, alles mit der Kokosmilch ablöschen. Mit Pfeffer und einer kleinen Prise Zucker abschmecken. Die gekochten Spätzle mit in die Pfanne geben und leicht einkochen lassen.