Schmorkatze

18 02 2010

Leider wurde das genaue Rezept im Spiegelartikel nicht genannt. Aber der italienische Fernsehkoch Beppe Bigazzi ist sich sicher: Katzenfleisch schmeckt besser als Huhn oder Kaninchen.
Das hätte ich vor ein paar Jahren wissen müssen, als die Nachbarskatzen auf unserem Grundstück immer im Dutzend antraten. Der andere Nachbar hatte übrigens immer Kaninchen, mit denen ich, im Gegensatz zu den Katzen, sehr gern spielte. Und die Kaninchen waren Schlachtvieh, die streunenden Katzen nicht.
Vor diesem Hintergrund ist die Aufregung der italienischen Presse umso unverständlicher. Würde ich italienisch verstehen, wäre diese Kochsendung ab jetzt die erste auf meiner Liste. Aber es gibt sie ja nicht mehr. Doch kein Grund italienisch zu lernen.

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Kässpätzle

21 01 2010

Von den Schwaben geklaut und ein wenig variiert.

250g Mehl
3 Eier
ein Schluck Wasser
Salz
200g geriebener Käse
1 halbe Zwiebel
Speckwürfel

Mehl und Eier zu einem glatten Teig verrühren. Der Teig soll zäh von einem Löffel fließen, aber nicht abreißen. Wenn der Teig zu fest ist, ein wenig Wasser dazu geben. Etwa ein Teelöffel Salz gibt die richtige Würze.

Nun müssen die Spätzle geschabt werden, was für einen Anfänger gar nicht so einfach ist. Aber das schlimmste, was passieren kann, ist das man Spatzen statt Spätzle erhält. Es ist auch kein großartiges Werkzeug notwendig. Ein Holzbrettchen und ein Messer reichen völlig. Man sollte aber nicht das beste Messer nehmen, da man es zum Schaben häufig in das kochende Wasser tauchen muss. Eine wertvolle Klinge wird einem das übel nehmen.

Bevor man den ersten Teig auf das Brett löffelt, sollte man es in dem kochenden Wasser kurz befeuchten. Der Teig löst sich dann besser. Dann kann es losgehen. Zwei, drei Löffel Teig auf das Brett und mit dem Messer stückchenweise in kochendes, gesalzenes Wasser tropfen lassen. Gerade Anfänger sollten nur kleine Mengen auf einmal verarbeiten, denn sobald das Brett leergeschabt ist, kommen schon die ersten Spätzle an die Oberfläche und wollen abgeseiht werden. Als Beilage wären sie jetzt auch schon servierfertig.

Für die Kässpätzle gibt man die gekochten Spätzle in eine ofenfeste Form, in der bereits die fein gewürfelte Zwiebel wartet. (Schwaben werden jetzt wahrscheinlich laut aufschreien.) Wer knackige Zwiebel nicht mag, sollte sie vorher kurz andünsten. Auf jede Schicht Spätzle folgt eine Schicht Käse, bis der gesamte Nudelteig verarbeitet ist. Die letzte Schicht Käse darf auch etwas dicker sein. Obendrauf folgen die Speckwürfel, dann geht das ganze in den vorgeheizten Backofen, bis der Käse zerlaufen ist und an der Oberfläche beginnt braun zu werden.

Guten Appetit!





Vierer mit Steuermann

18 01 2010

Nein wir sind nicht plötzlich im Sport gelandet, ein Vierer mit Steuermann ist wirklich etwas zu essen.

4 grobe Bratwürste
Senf und Ketchup
1 dicke Scheibe Käse

Die Bratwürste der Länge nach aufschneiden, die Öffnung auseinanderdrücken und mit Senf und Ketchup dick bestreichen. Den Käse in dicke Stifte schneiden und in jede Wurst fünf Stifte stecken. Die Bratwürste sollten in der Pfanne dicht zusammenliegen und langsam auf kleiner Flamme gebraten werden, da man sie nicht umdrehen kann.

Zum Schluß der Bratzeit (ca.30 min.) den Deckel auf die Pfanne legen, damit der Käse verlaufen kann.

Schmeckt superlecker, und man hat bei der Bratwurst den Senf schon gleich dabei.





Schokoladen-Zitronenwirbel

7 12 2009

175g Butter
300g Zucker
1 Ei
350g Mehl
25g Schokolade
geriebene ZitronenschaleSchokoladen- Zitronen Wirbel

Butter, Zucker, Ei und Mehl zu einem Knetteig verarbeiten. Butter schaumig schlagen und Mehl sieben, wie es in alten Rezepten oft verlangt wird, kann man sich sparen. Allein das Endprodukt zählt und das ist ein fester, ausrollbarer Teig.

Den Teig halbieren und eine Hälfte mit geschmolzener Schokolade, die andere Hälfte mit Zitronenschale verkneten.

Beide Teighälften zu einem Rechteck ausrollen und aufeinanderlegen. Zum Ausrollen das Mehl auf dem Nudelholz und der Arbeitsfläche nicht vergessen. Den Teig vorsichtig zu einer Rolle drehen. Die Rechtecke sollten groß genug sein, dass man mehrere Schichten erhält. Anschließend die Rolle solange rollen und zusammendrücken, bis der Durchmesser die für die Plätzchen gewünschte Größe hat. Falls nötig, kann man hierfür die Rolle erst halbieren und dann beide getrennt wieder lang rollen.

Dann etwa einen halben Zentimeter dicke Scheiben abschneiden und diese auf einem Backblech mit Backpapier auslegen. Die Wirbel gehen nur ein wenig auf, daher ist ein Abstand von einem Zentimeter ausreichend.

Das Ganze bei 190° etwa 10 Minuten backen.





Chicoree Auflauf

16 11 2009

500g Schupfnudeln
350g Chicoree (zwei größere Köpfe)
250g Schweinefleisch
250ml passierte Tomaten
1 Kugel Mozzrella
Parmesan
Salz, Pfeffer, Oregano

Das Schweinefleisch in kleine Würfel schneiden (Etwa 1cm) und in Öl anbraten. Aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen. Den Chicoree vom Strunk befreien und ebenfalls kleinschneiden und anbraten. Die Tomaten dazugeben und würzen. Ebenfalls beiseite stellen. Dann auch die Schupfnudeln in frischem Öl anbraten.

Sobald die Schupfnudeln schön gebräunt sind in eine feuerfeste Form geben (Oder falls die Pfanne ofenfest ist, einfach drin lassen) und das Fleisch darüber verteieln. Die Chicoree-Tomaten Soße darübergeben und den Mozzarella in Scheiben darauf legen. Mit Parmesan bestreuen und alles für 15-20 Minuten im Ofen überbacken.
Tipp: Chicoree schmeckt oft leicht bitter. Um das zu vermeiden, den Strunk sehr großzügig entfernen und das geschnittene Gemüse einige Minuten in Milch einlegen. Die Milch nimmt die Bitterstoffe auf.





Das altbekannte Problem: Schädlinge in der Vorratskammer

21 09 2009

Lebensmittelmotten tummeln sich gerne mal in Mehltüten, Nudeln und Backzutaten. Oft bringt man die Viecher ohne es zu merken aus dem Supermarkt mit heim und wird sie dann nicht mehr los.
Und was nun?
Ratschläge im Internet sind reich gesäht, doch die Antworten in den Foren lassen mich zu einer Fürchterlichen Vermutung kommen: NICHTS hilft!
Die meisten Berater in Sachen Mottenbekämpfung kämpfen selbst seit Jahren erfolglos. Das einzige worin alle sich einig sind: neue Lebensmittel müssen sofort in dichte Behälter verpackt werden, damit, wenn was drin ist, das auch drin bleibt.
Aber worin verpacken, wenn Motten und deren Larven durch alles durchpassen?
Plastiktüten, Klickverschlüsse, eckige Dosen und sogar Schraubgläser, die Motten finden einen Weg hindurch. Auf meine Anfrage bei IKEA (von denen war das Schraubglas in das die Viecher es hineingeschafft hatten) musste ich feststellen, dass dort nicht einmal versucht wird dichte Behälter anzubieten. Auch die Werbung vieler anderer Firmen lässt darauf schließen, dass in ihrer Entwicklungsabteilung eher Aromensicherung als Schädlingsbekämpfung gefördert wird.
Und aus finanziellen Gründen scheue ich noch vor dem Einsatz eines Schädlingsbekämpfungsschädlings. Besonders weil der ja wieder nur vorrübergehend hilft.
Trotz dieses zum Fragestellen eher ungeeigneten Mediums aber hier ein Aufruf: was sagen eure Großmütter zu dem Problem? War das früher überhaupt eines? Ich denke nicht, das die Leute vor 60 Jahren es sich leisten konnten jeden Monat ihre Vorräte wegen Mottenbefall zu entsorgen. Wurden die Larven damals einfach mitgegessen?





Mehlschwitze

19 08 2009

Eine Mehlschwitze macht ebensoviel Mühe, wie das Anrühren einer Tütensoße, nämlich gar keine.

Dennoch schrecken viele davor zurück, weil es nach „richtigem“ Kochen, also kompliziert und gefährlich klingt. Dabei kann bei einer Mehlschwitze eigentlich gar nichts schief gehen, und sie ist Basis für viele leckere Soßen und Aufläufe.

Zutaten:

1 EL Butter
1-2 EL Mehl
etwas Wasser

Die Butter in einem kleinen Topf schmelzen. Am besten rührt man ein wenig, damit alles geschmolzen ist, wenn die Butter beginnt zu brutzeln.

In die brutzelnde Butter gibt man das Mehl und rührt nun fleißig, bis Mehl und Butter sich verbunden haben.

Je nach dem, wie viel Mehl man nimmt hat man nun im Topf einen leicht flüssigen Brei oder trockene Streusel. Beides lässt sich gut weiter verarbeiten. Will man eine vorhandene Soße andicken, nimmt man eher weniger Mehl, wird die Mehlschwitze Grundlage für die Soße ist die mehlreichere Streuselform auch empfehlenswert.

In die Mehlbuttermasse gibt man nun etwas Wasser (je nach Rezept auch Bratenfond oder ähnliches) und rührt bis sich alles gelöst hat. (Wenns klumpig aussieht: weiterrühren, das gibt sich garantiert)

Wieviel Wasser man nimmt hängt vom Verwendungszweck der Soße ab. Ich halte meist den ganzen Topf etwa zwei Sekunden unter den Wasserhahn. Das dürften etwa 150ml sein. Wenn das Ergebnis als Soße noch zu dickflüssig ist, lässt sich immer noch etwas Wasser nachgießen. Im ersten Moment erschrickt man, weil es aussieht, als wäre alles ruiniert, aber die Zutaten verbinden sich mit ein wenig Rühren immer.

Sobald die gewünschte Konsistenz erreicht ist, geht es ans würzen oder weiterverarbeiten laut eigentlichem Rezept.

Guten Appetit!